Ich gehe nicht weit fort
Auf einer Wolke steht mein Haus
Kann Dich sehen von dort
Schaue jeden Tag zum Fenster raus
Du siehst zum Himmel empor
Kannst mich nicht sehen
Ein unsichtbarer Vorhang ist davor
Du wirst es irgendwann verstehen
Ich trete aus dem Schatten hervor
Wenn die Trauer wird bei Dir zu gross
Wo hab ich mein Taschentuch bloss
Ach, Du kannst mich ja nicht sehen
Wirst Deinen Weg einfach weitergehen
In Gedanken, oft mit Dir Gespräche geführt
Mich nach Deiner Nähe gesehnt
Die Farben des Lebens
Immer wieder neu angerührt
Meinen Kopf an Deine Schulter gelehnt
Auf der Leinwand mein Leben fortgeführt
Habe den Traum einfach weiter gelebt
Ich mag den Sommer so sehr
Mit seinen vielen Schmetterlingen
Getragen auf grossen Flügelschwingen
Trugen sie das Glück zu mir her
Und nun leisere Töne klingen
Der Herbst ist gekommen.
Wird mir diese Kälte bringen
Habe seinen Ruf vernommen
Ich gehe nicht weit fort
(September 2002)
© by reh