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Die Chronik

Gruß an Dresden

Ich sah Dich oft im Lenzen,
Hab öfters noch Dein Gedacht,
Stadt unter Blumenkränzen,
Von schimmernden Hügeln bewacht,
Viel blankes Getürm und Gebäude
Beschaut sich im silbernen Fluß
Wer Dich erblickt, hat Freude,
Trauer, wer scheiden muß.
Wer scheidet, fühlt sich betrogen,
Möcht immer noch stehn und schaun
Der Brücke steinernen Bogen,
Die Kuppel unserer Frau`n
Und den Strom und sein lachendes Leben
Im Morgen- und Abendlicht.
Mag`s größere Städte geben:
Schönere weiß ich nicht.

Rudolf Alexander Schröder, Dichter 1878- 1962

Stallhof
Teil der Frauenkirche