Blake, William

(1757- 1827)




Du spürst,
wie die Blumen die köstlichen Düfte versenden
und grübelst
wie aus so winzigem Ort dieser Duftstrom mag kommen -
und begreifst:
daß in solcher Mitte
die Ewigkeit
ihre unvergänglichen Tore öffnet.


Blick und Lächeln

Es gibt ein Lächeln der Liebe,
Und es gibt ein Lächeln aus Trug,
Und es gibt ein Lächeln des Lächelns,
Drin trifft sich der zweifache Zug.

Und es gibt einen Blick aus Haß,
Und es gibt einen Blick aus Veracht,
Und es gibt einen Blick des Blicks,
Den nichts mehr vergessen macht.

Denn er steckt in dem tiefen Herz,
Und er steckt in dem tiefen Gebein.
Und kein Lächeln ward je gelächelt,
Als nur ein Lächeln allein.

Und es ist zwischen Wiege und Grab
Nur zu lächeln ein einzig Mal,
Doch ward es einmal gelächelt,
Hat's ein Ende mit aller Qual...

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